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Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz begrüßt Ergebnisse des Autogipfels – Neue Kaufanreize und Planungssicherheit für Betriebe und Verbraucher

Bad Kreuznach, 10. Oktober 2025. Beim Autogipfel im Kanzleramt haben Bundesregierung, Automobilindustrie, Gewerkschaften und Länder über zentrale Fragen der Mobilitätswende beraten. Im Fokus standen die Weiterentwicklung der Elektromobilität, die soziale Förderung beim Fahrzeugkauf, die Finanzierung wichtiger Verkehrsprojekte sowie der Umgang mit dem geplanten EU-Verbrenner-Aus ab 2035.

Das Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz begrüßt insbesondere die neuen Kaufanreize für Elektrofahrzeuge, die technologische Offenheit beim Antriebswandel und die Einigung über offene Infrastrukturprojekte. Landesverbandsgeschäftsführer Jens Bleutge erklärt: „Die Beschlüsse sind die benötigten wichtigen Signale für mehr Planungssicherheit und Verlässlichkeit.“

E-Auto-Förderung muss gezielt und sozial gerecht ausgestaltet werden

Die Bundesregierung plant ein neues Förderprogramm für E-Autos, mit dem bis 2029 rund drei Milliarden Euro bereitgestellt werden sollen. Ziel ist es, insbesondere Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen beim Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge zu unterstützen.

Aus Sicht des Kfz-Gewerbes Rheinland-Pfalz ist das ein wichtiges Signal für mehr soziale Gerechtigkeit im Klimaschutz. Entscheidend sei nun, dass die Förderung gezielt und praxisnah ausgestaltet werde. Statt breit gestreuter Kaufprämien sollten intelligente Anreize im Vordergrund stehen – etwa 1.000-Euro-Ladegutscheine, die gemeinsam mit Energieversorgern finanziert werden könnten, um den Umstieg auf Elektromobilität attraktiver zu machen.

Auch die Verlängerung der Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos bis 2035 schafft laut Verband verlässliche Rahmenbedingungen für Verbraucher und Betriebe.

Flexibler Übergang und Technologieoffenheit

Beim Gipfel wurde außerdem deutlich, dass der Wandel zur klimaneutralen Mobilität nicht abrupt, sondern schrittweise erfolgen soll. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betonte: „Einen harten Schnitt 2035 darf es nicht geben. Elektroantriebe sind die Hauptstraße, auf der gefahren wird – aber die Markteinführung braucht Zeit.“

Das Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz unterstützt diesen Kurs. Eine technologieoffene Mobilitätsstrategie ermögliche es, neben der Elektromobilität auch synthetische Kraftstoffe und Hybridlösungen weiterzuentwickeln. 

Infrastrukturfinanzierung gesichert

Positiv bewertet der Verband auch die Einigung der Bundesregierung, alle baureifen Straßen- und Schienenprojekte umzusetzen und dafür alle Finanzierungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Zudem sollen drei Milliarden Euro zusätzlich für Autobahnen und Bundesstraßen bereitgestellt werden. Ein verlässlicher Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bleibt laut Kfz-Gewerbe eine Grundvoraussetzung für den Erfolg der Mobilitätswende, insbesondere in ländlichen Regionen.

Kontinuität gefordert

Das Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass stabile und langfristige Förderbedingungen entscheidend sind, um Vertrauen und Investitionsbereitschaft zu sichern. Insgesamt sieht der Verband in den Beschlüssen des Autogipfels ein positives Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland und einen ausgewogenen Weg zu klimaneutraler Mobilität, der Wirtschaft, Beschäftigung und soziale Balance gleichermaßen berücksichtigt.