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Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz im Verkehrsministerium

Positionspapier an Minister Patrick Schnieder übergeben

Bad Kreuznach, 30. Januar 2026. Eine Delegation des Kfz-Gewerbes Rheinland-Pfalz war am Dienstag, den 27.01.2026, zu einem Gespräch im Bundesministerium für Digitales und Verkehr in Berlin. Im Rahmen des Austauschs mit dem Bundesminister für Verkehr,Patrick Schnieder, überreichte das Kfz-Gewerbe ein Positionspapier und erläuterte zentrale Anliegen des Kfz-Gewerbes Rheinland-Pfalz.

„Wir brauchen verlässliche politische Leitplanken, damit Betriebe und Verbraucher die Transformation im Straßenverkehr sicher, bezahlbar und praxistauglich bewältigen können. Unser Positionspapier zeigt konkrete Lösungen auf, die Verkehrssicherheit stärken, Elektromobilität alltagstauglich machen und unnötige Bürokratie abbauen“, sagt Hans Werner Norren, Präsident des Kfz-Gewerbes Rheinland-Pfalz.

Das Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz machte deutlich, dass verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend sind, um Investitionen in neue Technologien, Qualifizierung und Infrastruktur dauerhaft abzusichern.

Ein Schwerpunkt ist der Umgang mit Fahrassistenzsystemen (FAS). Hier fordert das Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz einheitliche, möglichst EU-weit in der Typgenehmigungsverordnung klar geregelte Kalibrierungsstandards. Festgestellte Mängel sollen ausschließlich durch akkreditierte und zertifizierte Kfz-Betriebe instandgesetzt und kalibriert werden, um Sicherheit und Qualität zu gewährleisten.

Mit Blick auf Antriebstechnologien setzt sich das Kfz-Gewerbe dafür ein, dass Antriebsbatterien möglichst repariert werden können, um einen kostenintensiven Austausch zu vermeiden. Qualifizierte Betriebe sollen Wartung und Instandsetzung bis zur Zellebene umsetzen können. Dafür braucht es insbesondere die Bereitstellung relevanter Informationen durch die Hersteller sowie einen standardisierten, sicheren Zugang zu notwendigen Fahrzeugfunktionen, etwa für Diagnose, Freischaltung und Updates.

Für den Hochlauf der Elektromobilität fordert das Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz bezahlbaren Ladestrom, einen einfachen Zugang zur Ladeinfrastruktur ohne „App-Dschungel“ inklusive ad-hoc-Bezahlung und einen beschleunigten Ausbau der Ladeinfrastruktur. Förderansätze sollten zudem den Gebrauchtwagenmarkt konsequent mitdenken; nur klare, langfristige Leitplanken statt wechselnder Förderkulissen schaffen Vertrauen und Investitionssicherheit.

Auch beim Thema Informationspflichten bei der Kennzeichnung von Fahrzeugen wirbt das Kfz-Gewerbe für praktikable Lösungen. Bei Verbrauchs- und CO₂-Angaben plädiert der Verband für weniger bürokratische Vorgaben und einen Verweis allein auf den öffentlich zugänglichen DAT-Leitfaden als zentrale Informationsquelle. Dieser Leitfaden enthalte alle relevanten Informationen und stehe jedem Käufer jederzeit zur Verfügung. „Mehrfach über die gleichen Werte zu informieren, sei völlig unsinnig. Der Verordnungsgeber müsse dieses bürokratische Ungetüm nun endlich auf ein vernünftiges, auch für den Verbraucher handhabbares Maß reduzieren“, führt Hans Werner Norren weiter aus.   

Das Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz bedankt sich für das Gespräch und den offenen Austausch. Ziel bleibt es, gemeinsam mit Politik und Verwaltung Rahmenbedingungen zu schaffen, die Sicherheit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit im Alltag zusammenbringen.