Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz: "Hersteller müssen Handel für Diesel-Verluste entschädigen"

[29.08.2017] Im Vorfeld des Städteforums „Saubere Mobilität“ am 30. August begrüßt der Kfz-Landesverband Rheinland-Pfalz die Bemühungen der Landesregierung, Diesel-Fahrverbote in Mainz, Koblenz und Ludwigshafen zu verhindern, wobei die Kfz-Innungsbetriebe weiterhin auch für Hardware-Umrüstungen bereitstünden. Gleichzeitig fordert der Verband von den Autoherstellern, für die entstandenen Wertverluste von Diesel-Fahrzeugen aufzukommen – bei Autofahrern und Handel.

„Die Diesel-Krise ist herstellergemacht – und damit der Preisverfall bei Diesel-Pkw auch“, sagt Landesverbandsgeschäftsführer Jens Bleutge. Unter dem Wertverlust litten nicht nur private Diesel-Besitzer, sondern auch der Handel. „Drei von vier Autohändlern mussten die Diesel-Pkw, die auf ihrem Hof stehen, bereits abwerten.“ Dazu kämen noch die geleasten Fahrzeuge, die nun zu den Händlern zurückkehrten und vor ein paar Jahren mit besseren Werten kalkuliert worden seien. „Diesen Wertverlust trägt nicht der Hersteller, sondern die Autohäuser. Das kann nicht sein“, erklärt Bleutge.

Gleichzeitig fordert der Verband vom Land, sich für Umrüstungen alter Diesel stark zu machen. „Gerade Besitzer älterer Diesel-Fahrzeuge haben oft nicht die finanziellen Mittel, um sich einen neuen Pkw zu kaufen. Da helfen auch die Prämien der Hersteller wenig“, sagt Bleutge.

Im Kfz-Gewerbe Rheinland-Pfalz e.V. sind die 15 Kfz-Innungen in Rheinland-Pfalz organisiert, die insgesamt etwa 1900 Kfz-Betriebe vertreten, die als Innungsmitglied das blau-weiße Meisterschild führen dürfen.

Pressekontakt

Letzte Änderung: 29.08.2017Webcode: 0115585