ZDK stellt Vorstand neu auf: Schlanker und schlagkräftiger
Berlin, 8. September 2026. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) stellt sich personell und organisatorisch neu auf. Bei der Mitgliederversammlung im Rahmen der Automechanika Frankfurt wurde der Vorstand von bislang 13 auf künftig zehn Mitglieder einschließlich des Präsidenten verschlankt. Das Führungsgremium ist damit knapp ein Viertel kleiner und zugleich fachlich breit aufgestellt.
Mit der neuen Struktur will der ZDK schneller, agiler und schlagkräftiger werden. „Wir wollen Verantwortung bündeln, Entscheidungen beschleunigen und unsere Kräfte dort konzentrieren, wo sie für das Kfz-Gewerbe den größten Unterschied machen“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. „Unser neuer Vorstand verbindet unternehmerische Erfahrung, politische Kompetenz und tiefen Sachverstand aus Werkstatt, Technik, Berufsbildung und Autohausgeschäft. Damit sind wir für die Herausforderungen der Branche sehr gut aufgestellt.“
Breite Kompetenz für das gesamte Kfz-Gewerbe
Der teils neue, teils wiedergewählte Vorstand deckt ein breites Spektrum an Fach- und Praxiskompetenz ab. Thorsten Krämer und Karl-Heinz Bley stehen für Werkstatt- und Technikkompetenz. Krämer setzt zudem Schwerpunkte bei Berufsbildung, Aus- und Weiterbildung sowie dem Prüfungswesen. Dazu zählt die Entwicklung landeseinheitlicher digitaler Prüfungen in Hessen. Die Digitalisierung der Prüfverfahren gewinnt angesichts des zunehmenden Mangels an Prüferinnen und Prüfern weiter an Bedeutung.
Bley, Präsident des Kfz-Gewerbes Niedersachsen-Bremen, bringt seine Erfahrung aus freien Werkstätten sowie Politik und Kommunikation ein. Auch Michael Schneider vertritt die Interessen der Freien Werkstätten und stärkt damit diesen wichtigen Bereich des Kfz-Gewerbes.
Mit Belinda Erkner, Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Erkner Gruppe, zieht zudem eine Vertreterin der nächsten Unternehmergeneration in den Vorstand ein. Sie steht für unternehmerische Zukunftsperspektiven, Nachwuchsgewinnung, die stärkere Sichtbarkeit von Frauen in Führungspositionen sowie moderne Unternehmens- und Arbeitsstrukturen.
Peter Schäfer, Gesellschafter der bayerischen Autohausgruppe KreuterMedeleSchäfer, vertritt die unternehmerische Perspektive aus dem Autohaus- und Mehrmarkengeschäft.
„Wir repräsentieren das gesamte Kfz-Gewerbe – vom Autohaus bis zur freien Werkstatt“, betont Peckruhn. „Dafür brauchen wir im Vorstand genau diese Mischung aus praktischer Erfahrung und strategischem Blick auf die Zukunft.“
Mit der Verkleinerung des Vorstands geht auch ein personeller Wechsel einher. Detlef Peter Grün, Michael Kraft, Jeffrey Kilian, Helmut Peter, Petra Wieseler und Arnulf Winkelmann gehören dem neuen Führungsgremium nicht mehr an. Der ZDK dankt ihnen für ihr Engagement und die Impulse, die sie in den vergangenen Jahren gesetzt haben.
Eigenständig und gemeinsam für die Branche
Die Neuaufstellung fällt in eine Phase, in der ZDK und Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV) nach der organisatorischen Trennung eine arbeitsteilige Zusammenarbeit anstreben. Für Peckruhn sind dabei ein klares eigenes Profil des ZDK und ein gemeinsamer Blick auf die Interessen der Branche entscheidend.
„Eigenständigkeit und Geschlossenheit gehören für uns zusammen“, sagt Peckruhn. „ZDK und BIV müssen ihre jeweiligen Aufgaben und Verantwortlichkeiten klar und eigenständig wahrnehmen, zugleich aber dort geschlossen auftreten, wo es um die gemeinsamen Interessen des Kfz-Gewerbes geht. Unser Ziel ist eine starke Einheit nach außen – mit dem ZDK als Dachorganisation und einer klaren, arbeitsteiligen Zusammenarbeit mit dem BIV.“
Der gemeinsame Auftritt von ZDK und BIV auf der Automechanika Frankfurt zeigt bereits, wie diese Zusammenarbeit künftig aussehen kann: eigenständige Strukturen, gebündelte Kräfte und ein gemeinsames Eintreten für die Interessen des Kfz-Gewerbes.