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ZDK zum Tankrabatt: Atempause für Verbraucher, es braucht eine Dauerlösung

Berlin, 25. September 2026. Der Tankrabatt bringt den kostengeplagten Verbrauchern bis Jahresende Entlastung. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) fordert deshalb einen grundsätzlichen Kurswechsel bei den staatlichen Steuern und Abgaben von rund 60 Prozent auf Kraftstoffe. Denn die wiederholte staatliche Intervention zeigt: Das System braucht nicht den nächsten Rabatt, sondern eine Neuordnung.

Konkret geht es darum, die staatliche Belastung von Kraftstoffen dauerhaft zu senken und zugleich ein verlässliches Preissignal für die Mobilitätswende zu setzen. Eine Reform der staatlichen Abgaben muss mit klaren Anreizen für den Umstieg auf alternative Kraftstoffe verbunden werden.

Zwei Tankrabatte, kein krisenfestes System

„Wir begrüßen das schnelle und engagierte Handeln der Bundesregierung zur Spritpreissenkung. Die heute beschlossenen Maßnahmen müssen dauerhaft angelegt sein, indem die Energiesteuer auf Kraftstoffe um 14 Cent auf die EU-Mindeststeuer gesenkt wird. Der heutige nationale CO2-Preis füllt diese Lücke bereits vollständig auf.“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn anlässlich der heutigen Verabschiedung des Tankrabatts in Bundestag und Bundesrat.

Deutschland gehört an der Zapfsäule zu den vier teuersten EU-Ländern. Ein wesentlicher Grund ist die Kumulation von Energiesteuer, CO₂-Preis und Umsatzsteuer. Nach ZDK-Berechnungen auf Basis des EU Oil Bulletins entfielen vor dem neuen Tankrabatt allein auf diese drei Posten rund 50 Prozent des Benzinpreises und 42 Prozent des Dieselpreises.

Staatliche Belastungen neu ordnen

Der ZDK bekräftigt deshalb seine Forderung, die Energiesteuer auf Kraftstoffe langfristig auf das EU-Mindeststeuerniveau (35,9 Cent je Liter Benzin; 33,0 Cent je Liter Diesel) abzusenken und die darüberhinausgehende Belastung durch den bereits erhobenen CO2-Preis anzurechnen. So lässt sich die Entlastung mit einem langfristig verlässlichen Preissignal verbinden, das den Umstieg auf alternative Kraftstoffe tatsächlich und wirksam begünstigt.

„Mobilität darf nicht immer stärker durch sich überlagernde Steuern und Abgaben belastet werden. Wir brauchen weniger staatliche Belastung und weniger Überregulierung – und zugleich klare, verlässliche Signale für die Mobilitätswende“, betont Peckruhn.

Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden noch viele Jahre unterwegs sein, während gleichzeitig der Hochlauf der Elektromobilität und erneuerbarer Kraftstoffe vorankommen muss. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, die bezahlbare Mobilität ermöglichen und den Umstieg auf alternative Kraftstoffe unterstützen.

Keine Dauerlösung durch Einzelmaßnahmen

Der derzeit diskutierte Spritpreisdeckel stellt keine dauerhafte Lösung für das grundlegende Problem steigender Spritpreise dar. Entscheidend ist, die staatlichen Belastungen auf Kraftstoffe und Mobilität insgesamt neu zu ordnen und die Überregulierung durch sich überlagernde Belastungen zurückzuführen. Das entlastet Verbraucherinnen und Verbraucher wirkungsvoll und dauerhaft.

„Die Politik sollte die Ursachen der hohen Belastung, nämlich überhöhter Steuern und Abgaben angehen. Verbraucher und Unternehmen brauchen einen verlässlichen Rahmen, der auch in der nächsten Krise trägt“, so Peckruhn.